Liceo Vermigli Bildungsmodell

Geschichte

Die kulturellen Wurzeln der italienischen Schulen reichen weit zurück:
Die Philosophie unserer Schulen gründet auf einem mehr als 25 Jahrhunderte alten Erbe. Die italienische Kultur nahm durch ihre Geschichte hindurch stets das Beste von fremden Kulturen auf und machte es sich zu eigen. Unsere Schulen verkörpern dieses Erbe und stehen deshalb noch heute für eine kreative, weltoffene Bildung.

Die Grundlagen des italienischen Bildungsmodells

Artikel 1 und 26 der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ besagen:

Art.1 „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.“

Art. 26 Abs. 1 – 2 „Jeder hat das Recht auf Bildung“ (…) „Die Bildung muß auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muß zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.“

Die selbe Absicht spiegelt sich auch in der italienischen Verfassung wider: Art. 34

„Die Schule steht jedermann offen. (…) Die Republik verwirklicht dieses Recht durch Stipendien, Familienbeihilfen und andere Maßnahmen, die durch Wettbewerbe gewährt werden müssen.“

Auf diesen Grundsätzen beruht das italienische Bildungsmodell und somit auch das Bildungsmodell des Liceo Vermigli. Wir stehen ein für einen offenen Dialog in der Forschung, für eine Förderung der Allgemeinbildung und die persönliche Entwicklung aller Schüler und Schülerinnen.

Das italienische Bildungsmodell garantiert, dass Schülern/innen in allen Schulen die gleichen Chancen geboten werden. Jeder Bürger hat ein Recht auf Bildung und persönliche Entfaltung sowie die Chance, sich seinen Erfolg zu erarbeiten. Deshalb fordert das italienische Bildungsmodell Respekt vor den Regeln des gemeinsamen Zusammenlebens über alle Gesellschaftsschichten hinweg.

Bildungsmodell Liceo Vermigli

Das Bildungsmodell des Liceo Vermigli wurde hauptsächlich von den grundlegenden Prinzipien des „Übereinkommen über die Rechte des Kindes“ (New York, 20.11.1989) und den entsprechenden schweizerischen Gesetzartikeln inspiriert.

Die Ausbildung des Liceo Vermigli beruht auf dem Gedanken des freien Bürgers, der seine Bildung nutzen soll, um in der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Dementsprechend bieten beide unsere Fachrichtungen unseren Schülern und Schülerinnen das Wissen, um unsere Gesellschaft zu verstehen und letztendlich auch zu formen.

Sowohl in der Fachrichtung Sprache als auch in der Fachrichtung Wissenschaft geht es nicht nur um die Vermittlung von technischem Wissen. Wir wollen, dass unsere Schüler/innen den Zusammenhang zwischen ihrem Lernstoff und der europäischen Geschichte und westlichen Philosophie verstehen. Deshalb sind sowohl Latein als auch Kunstgeschichte zentrale Fächer in beiden Disziplinen.

Wir glauben, dass unsere Ausbildung unseren Schülern/innen all die Instrumente gibt, welche sie zur Gestaltung ihrer Zukunft brauchen. Gleichzeitig gewährt unser Bildungsmodell den Schülern/innen genügend Freiraum, um ihre Ausbildung nach ihrer eigenen Vorstellung und Persönlichkeit zu formen. Diese Eigeninitiative wird es ihnen erlauben, mit Selbstvertrauen zum Fortschritt unserer Gesellschaft beizutragen.